Ewigkeit - Warum Sterne so faszinieren?


Es ist ein Blick in die Ewigkeit. Eine Sternenklare Nacht kann Leben verändern. Die unendliche Weite und Faszination der glänzenden Lichter am Himmelszelt.

In diesem Blog möchte ich mit dir zwei Dinge anschauen, die mich nachdenklich gemacht haben. Dazu ein kleiner Ausschnitt aus dem biblisch hebräischen Urtext über die Bedeutung der Sterne:

כוכבים

Stern; von Gott geschaffen als Leuchten der Nacht. Bildlich wird das Wort gebraucht für Menge, Höhe, besondere Personen oder himmlische Wesen.

Das hebräische Verb, das dahinter steht bedeutet fest stehen, fest sein, gut gegründet sein, verankert sein, Bestand haben. Und jetzt kommt das Unglaubliche: Das gleiche Wort, das verwendet wurde, um ausdrücken, wie die Sterne fest am Himmelszelt stehen, wird in Psalm 119,73 über den Menschen beschrieben, wo es heißt: "Deine Hände (Gottes Hände) haben mich gemacht und bereitet (gegründet, verankert, beständig gemacht).

Auf deutsch:

Dieselbe Ewigkeit, die wir sehen, wenn wir hoch zu den Sternen schauen, hat Gott in den Menschen gelegt. Wir sind geistliche Wesen, in deren Herzen die Ewigkeit Gottes eingehaucht wurde.


Als nächstes möchte ich mit dir einen rätselhaften Vers anschauen, den ich über die "Sterne" gefunden habe. Dafür möchte ich dich mit auf eine kleine Reise in die Kriegsgeschichte des Alten Testamentes nehmen:

In Richter 4 wird beschrieben, wie der HERR das Volk Israel unter die Hand des Heerobersten Sisera verkaufte, weil das Volk tat, was böse war in den Augen des HERRN. "Da schrien die Söhne Israels zu dem HERRN, [...] denn er (Sisera) quälte die Söhne Israel mit Gewalt zwanzig Jahre."

Und Gott antwortete durch die Prophetin Debora und vernichtete den König von Kanaan.


DOCH WAS GENAU IST PASSIERT?

"Und Debora, eine Prophetin, die Frau des Lappidot, war Richterin in Israel zu jener Zeit.

Sie hatte ihren Sitz unter der Debora-Palme, zwischen Rama und Bethel, im Gebirge Ephraim. Und die Söhne Israel gingen zu ihr hinauf zum Gericht."

[...]

"Und der HERR brachte Sisera und alle seine Wagen und das ganze Heerlager in Verwirrung durch die Schärfe des Schwertes vor Barak. Und Sisera stieg vom Wagen herab und floh zu Fuß. Barak aber jagte den Wagen und dem Heer nach bis Haroschet-Gojim. So fiel das ganze Heer Siseras durch die Schärfe des Schwertes; kein Einziger blieb übrig." - Richter 4,15-16

1. Das Volk Israel hat Gott vergessen und wurde von Ihm in die Hand des Königs von Kanaan ausgeliefert.

2. Israel wurde gequält unter der Hand Siseras und sie schrien wieder zum HERRN und gingen zur Prophetin, um Sie zum Gericht zu verlangen.

3. Die Prophetin handelt und lässt Barak holen, unter dessen Schwert Sisera vernichtet und das Volks Israel befreit wird.

Doch jetzt wird es spannend: Nachdem das alles passiert war, singen die Prophetin Debora zusammen mit dem Kämpfer Barak ein Lied in der dieser Vers über die Sterne entstanden ist:

"Vom Himmel her kämpften die Sterne, von ihren Bahnen aus kämpften sie mit Sisera. Der Bach Kischon riss sie hinweg, der Bach der Urzeit, der Bach Kischon. Tritt auf, meine Seele, meine Kraft!" - Richter 5,20-21

Die Sterne kämpfen! Das Buch der Richter, in dem dieser bewegende und rätselhafte Vers steht, beschreibt eine Zeit, in der die Israeliten "den HERRN, ihren Gott, vergaßen". Gott selber hat das Volk in die Hand Jabins, des Königs von Kanaan, verkauft, weil er wusste, dass das die einzige Möglichkeit war, das Volk Israel wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

Doch warum?

Ich glaube, die Antwort ist ganz einfach:

In einem Land, in dem jeder Mensch genug Essen und Trinken hat, die Möglichkeit auf ein gehobenes Leben, eine Wohnung, Gerechtigkeit und Reichtum vergessen wir schnell, dass das nicht unser eigentliches Zuhause ist.

Wir fangen an, Gott zu vergessen!

Den Schöpfer.

Unseren Retter.

Und das macht Gott traurig.

Es macht ihn traurig, dass wir erst an uns denken, an unsere Gesundheit, an unsere Familie, an die Schule, Ausbildung, das Studium, Geld, Haus, Besitz, Urlaub, Hobbys und dann irgendwann merken, dass er ja auch noch irgendwo ist.

... doch die Zeiten, dass Gott uns in die Hände eines bösen Königs ausliefert, sobald wir das tun, was böse ist in seinen Augen, sind vorbei.

Stattdessen strahlen voller Sehnsucht und tiefem Schmerz am Himmelszelt tausende von glänzenden Sternen, jeder einzelne bezeugend, dass es da irgendwo in den tiefen der Unendlichkeit eine göttliche, zeitlose Ewigkeit geben muss, die das Maß aller Dinge völlig neu definiert!

Danke für die Aufmerksamkeit.

Liebe Grüße

Martin Borowski


#Ewigkeit

© 2020 Martin Borowski

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